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Kinder zu Gemüsefans machen :-)

Wer kennt das nicht?

Meuterei am Esstisch:  "Das ess ich nicht!", "Ich hab` keinen Hunger!", "Ich will was anderes!"

 

Es ist nicht immer einfach seinen Kindern das gesunde Essen schmackhaft zu machen und oft eine Nervenprobe.

Da hat man den Vormittag in der Küche verbracht, um den lieben Kleinen anschießend etwas gesundes und selbstverständlich leckeres (denn wir wissen, Kinder sind anspruchsvolle Genießer) zu bieten. Und der Nachwuchs verweigert sich...

Hier ein paar kleine Tipps, wie sie vielleicht doch das eine oder andere Mal, das Gemüse an das Kind bringen. Vielleicht ist ja das eine oder andere dabei, was Sie noch nicht ausprobiert haben. ;-)

 

 

  • Immer wieder versuchen! (Täglich grüßt das Murmeltier.) Kinder müssen tatsächlich Lebensmittel immer wieder angeboten bekommen, bis sie diese akzeptieren.  Die Abneigung gegen neue unbekannte Lebensmittel ist meist erst groß. Dabei geduldig bleiben (ja,ich weiß...) und Machtkämpfe vermeiden.

 

  • Gemüse gemeinsam zubereiten und Lieblingsgemüse in verschiedenen Varianten anbieten. Kinder, die beim Kochen helfen dürfen, essen hinterher auch bereitwilliger das zubereitete Gemüse. Nach und nach wird die Palette der akzeptierten Gemüsesorten größer werden!


  • Häufiger rohes Gemüse anbieten, evtl. auch mit Dipp. So können Kinder bequem mit den Fingern essen.


  • Gemüse in geraspelter oder pürierter Form in Saucen, Suppen oder Aufläufen verstecken! So gewöhnt sich ihr Kind trotzdem an den Geschmack und wird mit wertvollen Inhaltsstoffen versorgt. Besonders gut eignen sich für Soßen und Suppen stärkereiche Gemüse wie Möhren, Sellerie, Kürbis oder Pastinaken. Die Soßen passen dann zu Nudeln, Reis oder auch auf die Pizza. Helles Gemüse wie z.B. Blumenkohl oder Zucchini kann prima zur cremigen Sahnesoße verwandelt werden. Der Weg von der Soße zur Suppe ist dann nicht mehr weit. Weitere Varianten zum Verstecken sind Kartoffelpuffer, Bratlinge oder herzhafte Muffins.
  • Rohkost- oder Blattsalate mit Obst versüßen. Z.b. mit Mandarinen oder Trauben.


  • Das Kind selbst eine bunte Mischung aus verschiedenen Sorten zusammen stellen lassen. Das ist spannend und bunt und das Auge ist ja bekanntlich mit.
  • Statt Pommes können auch Kartoffelecken, Kürbisspalten, Möhren- oder Kohlrabistreifen in der Pfanne oder dem Ofen gebacken werden. Kinder mögen Fingerfood.
  • Hungrige Kinder, die auf`s Essen warten, können in der Zeit mundgerechte Rohkost naschen.
  • Extrawürste und speziell für Kinder zubereitete Mahlzeiten sollten die Ausnahme für besondere Anlässe bleiben.
  • Beim Essen nicht zu sehr belehren und über Gesundheit reden. Das interessiert die lieben Kleinen wenig. Gesundes sollte einfach normal sein und ohne große Kommentare serviert werden.
  • Und zu guter letzt, ist natürlich das Vorbild der Eltern entscheidend. Verzehren die Eltern mit Lust und Genuss ihre Mahlzeiten sind sie die beste Motivation. Und trösten Sie sich, wenn ihr Kind einfach kein großer Gemüsefan werden will. In Familien, in denen viel Obst und Gemüse gegessen wird, greifen früher oder später fast alle Kinder reichlich zu Äpfeln, Möhren und Gemüse. Die Prägung ist also da, auch wenn es momentan manchmal nicht danach aussieht. ;-)

Quellen zum Weiterlesen:

Vereine für unabhängige Gesundheitsberatung (UGB): Kooperationspartner Gesunde Ernährung Netzwerk. Förderverein fair beraten.net. Kinderernährung. Mein Gemüse ess ich nicht: URL: https://www.fairberaten.net/kinder-gesund-ernaehren/kinderernaehrung-mein-gemuese-ess-ich-nicht/ (eingesehen 10/15)

 

 

aid infodienst (aid), Hrsg.: Das beste Essen für Kinder. Empfehlungen für die Ernährung von Kindern.Moeker Merkur Druck GmbH & Co. KG , Köln, 2. veränderte Auflage 2011

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